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HundeWelt Magazin / Strukturiert spazieren gehen

Hunde sind keine Einzelgänger, die neben uns her leben und dabei einfach nur die Annehmlichkeiten genießen, die wir ihnen bieten, wie Futter, einen warmen Schlafplatz und hin und wieder ein paar Streicheleinheiten. Sie wollen ein Teil unserer Familie sein. Und deshalb wünschen sie sich nichts mehr, als dass wir unseren Alltag mit ihnen teilen. Ihr Hund will spüren, dass er zu Ihnen gehört. Am liebsten würde er Sie daher überallhin begleiten. Beim Spazierengehen lernt Ihr Hund die Welt ganz nebenbei kennen und sieht, wie Sie leben. Der gemeinsame Spaziergang ist echte Quality-Time für die Mensch-Hund-Beziehung. Wann sonst hat man so regelmäßig eine gute Gelegenheit, dem Hund zu zeigen, dass man ihn sicher und vertrauensvoll »anführt«? Und wo sonst kann man so gut sehen, dass sich der Vierbeiner genau so verhält, wie man es sich von ihm wünscht. Natürlich ist es schön, wenn man einen Garten hat, in den der Hund zwischendurch mal kurz raus kann. Aber Gärten werden meiner Meinung na...

WAS HUNDE WIRKLICH BRAUCHEN

WAS  HUNDE WIRKLICH  BRAUCHEN Das Wichtigste für jeden Hund ist die Beziehung zum Menschen,  sie ist noch wichtiger als der Kontakt zu anderen Hunden. Selbst Straßenhunde leben vom Menschen. Sie plündern den Müll, anstatt auf die Jagd zu gehen. Für den Hund sind wir Menschen verantwortlich. Wir geben ihm ein Territorium, wir sind seine Familie und wir ernähren ihn. Hunde wissen das. Das ist ihre Bestimmung. Sie wissen von Natur aus, dass der Mensch die Verantwortung für sie trägt. Die größte Quälerei für einen Hund ist, ihn ohne Menschen leben zu lassen.  Text:  José Arce  W ir behandeln unsere Hunde manchmal wie Menschen, sie sind schließlich ein Familienmitglied.  Aber sobald wir vergessen, dass es Hunde sind, sind Probleme schnell an der Tagesordnung. Im Umgang mit unseren Hunden würde vieles besser laufen, wenn wir mehr unseren Instinkten folgen würden. Indem wir zu unseren eigenen Wurzeln zurückkehren, fällt es uns leichter, den...

Rassewelpe oder Tierschutzhund

„ Adoptiere ich einen Hund aus dem Tierschutz oder von einer Rettungsorganisation aus dem Ausland oder nehme ich lieber einen Welpen vom Züchter?“ Der Hunde-Mensch-Therapeut José Arce antwortet.  Allein in Deutschland leben heute mehr als acht Millionen Hunde. Nur die wenigsten von ihnen müssen noch jene Aufgaben übernehmen, für die sie einst gedacht waren. Die meisten Menschen haben ihnen eine ganz andere Aufgabe zugedacht: sie wünschen sich einen Freund und Begleiter, der treu an ihrer Seite steht. Sie wollen ein Lebewesen an ihrer Seite, mit dem sie sich austauschen können, das ihnen zuhört und, wenn auch ohne Worte, mit Ihnen kommuniziert.  Sie sehnen sich danach,  auch einmal ihre weiche, emotionale Seite zeigen zu dürfen, von der sie meinen, sie im modernen Alltag und vor allem im Berufsleben verstecken zu müssen. Sie wollen sich in unserer immer stärker technisierten Welt der Natur wieder stärker verbunden fühlen. All diese Träume projizieren sie ...

José Arce und rät: „Gehen Sie strukturiert spazieren.“

Jeder Hundehalter wünscht sich, harmonisch und stressfrei mit seinem Vierbeiner zusammenzuleben. Das klappt, wenn beiden klar ist, dass der Mensch in der Beziehung die Verantwortung trägt.  Die gemeinsame Zeit draußen eignet sich besonders gut dafür, dem Hund das zu zeigen, weiß Experte  José Arce  und rät: „Gehen Sie strukturiert spazieren.“   H at in der Mensch-Hund-Beziehung der Vierbeiner das Sagen, fällt das zu Hause oft nicht so stark auf. Denn in den eigenen vier Wänden hat er nicht unbedingt das Gefühl, ständig die Lage kontrollieren und auf alles aufpassen zu müssen. Wie sich der Hund während der Zeit draußen verhält, steht auf einem anderen Blatt. Solange er die Verantwortung übernehmen „muss“, entscheidet der Hund dort selbst, wie er sich anderen präsentieren möchte, denen Sie begegnen. Die täglichen Spaziergänge sind ein idealer Zeitpunkt, um klare Strukturen und Regeln einzuhalten und dem Vierbeiner so dabei zu helfen, seine natürliche Rolle zu fi...

Beste Freunde

Zwischen Mensch und Hund besteht eine natürliche Verbindung, die in unserer modernen Welt jedoch leicht verloren gehen kann. Der Weg zu einer echt en Beziehung zwischen Mensch und Hund führt über unsere Instinkte. Heute kann man mit Sicherheit sagen, dass der Hund vom Wolf abstammt. Aber unsere Hunde müssen sich nicht darum kümmern, Nahrung zu finden. Denn dafür sorgen wir. Dennoch verfügt selbst der kleinste Hund noch heute über seine natürlichen Instinkte. Damit es ihm gut geht, braucht er eine Beziehung zum Menschen, in der er sich sicher und geborgen fühlt. Ohne diese Beziehung würde er sich nicht in unserer Menschenwelt zurechtfinden. Darum sollten wir uns daran erinnern, dass der Hund neben uns in erster Linie ein Tier ist und das er seinen natürlichen Instinkten folgt. Wie wir selbst auch. In vielen Dingen sind sich Mensch und Hund ähnlich. Wir wollen nicht Hunger leiden und uns sicher fühlen. Vor allem aber wollen wir nicht allein, sondern in einer Gruppe leben. Genau da...

Jose Arce, die Hundeleine

Wenn ein Welpe ins Haus kommt (oder zwei, wie gerade Yin & Yang bei mir)

„Egal ob Sie sich für eine bestimmte Rasse oder einen Mischling entscheiden, für eine Hündin oder einen Rüden, für einen Welpen vom Züchter, aus dem Tierheim oder aus einer Privatfamilie: Der Welpe ist noch lange kein »fertiger« Hund. Dazu braucht er Ihre Unterstützung. Sie müssen ihm klarmachen, was Sie von ihm erwarten. Sie müssen ihm zeigen, wie unsere Menschenwelt funktioniert, damit er sich in Ihren Alltag integrieren kann. Genauso wichtig, wie die individuellen Bedürfnisse und Veranlagungen eines Welpen zu berücksichtigen, ist es, nicht lange mit der Erziehung zu warten, sondern gleich von Anfang an damit zu beginnen. Der Welpe ist bereit für das Leben mit Ihnen, und er freut sich darauf. Weil Sie bei ihm sein werden!“ José Arce

MAGAZIN HUNDEREPORTER

J osé Arce - Therapeut für Hund und Mensch Der Spanier ist ein „Brückenbauer“ der dem Menschen hilft, eine wahre Verbindung zu seinem Hund  aufzubauen, indem er das eigentliche Problem erst einmal beim Zweibeiner aufspürt ..  José Arce wurde in Palma de Mallorca geboren und lebte in seinem Elternhaus immer mit Hunden. So hatte er seit frühester Jugend Kontakt zu den Tieren und arbeitete schon als Kind mit auffälligen, dominanten, ängstlichen oder auch aggressiven Hunden, was ihn sehr geprägt hat. Heute ist José, der fließend spanisch, deutsch und englisch spricht, Mensch- Hund- Therapeut und lebt in der Inselmitte. Auf einem 8.500 m2 großem Gelände, fernab des touristischen Getümmels. Dort hat er seinen Jugendtraum, ein leben mit und für Tiere zu führen, wahr gemacht. Nachdem José viele Jahre erfolgreich Menschen und Hunden geholfen hat, eröffnete er 2008 sein Reha Center auf Mallorca.  José Arce deckt mit seiner Therapie Fehler, Missverständnisse und Traumata b...

Ist es in Ordnung wenn unser Hund im Bett schläft?

Ich werde ganz oft gefragt, ob es in Ordnung ist, wenn man seinen Hund mit zu sich ins Bett nimmt. Doch darauf gibt es keine richtige oder falsche Antwort. Das ist eine Entscheidung, die jeder Hundehalter für sich treffen muss. Nur eins kann ich Euch versichern: Wie beim Sofa sagt es überhaupt nichts über das Verhältnis zwischen Zwei- und Vierbeiner aus, wenn der Hund mit im Bett schläft. Man sollte sich aber rechtzeitig da rüber Gedanken machen, ob es einem auch noch in ein paar Jahren gefällt ... Was ich damit sagen will, ist, dass jeder für sich entscheiden muss, mit wem er sein Bett teilen will. José Arce

"Jeder hat den perfekten Hund- man muss nur seine Augen und sein Herz aufmachen." José Arce

Der richtige Moment

»»Ich liebe meine Hunde und zeige ihnen das mitunter auch auf menschliche Art – wenn der Moment stimmt. Das Erste, was ein Hund von mir mitkriegt, ist ein Gefühl der Ruhe und Sicherheit. Und dieses Gefühl ist der Grundstein für eine gute Beziehung. Denn so wie er mich im ersten Moment erlebt, werde ich in seinem Kopf bleiben. Als ein ruhiger und sicherer Mensch, der weiß, was er tut, und dem man sich daher ohne Sorgen anvertrauen kann «« José Arce

»»Wir müssen unseren Hund erkennen, respektieren und lieben,  nur dann kann eine echte Bindung entstehen «« José Arce

Etwas ändern

»» Man kann eine Situation nur verändern, indem man sich selbst verändert. Mit unserer Hilfe kann ein Hund, der sonst immer weggerannt ist, lernen, dass er das nicht muss. Und ein ›Angreifer‹, entspannt zu bleiben. Ihr Hund möchte ein Teil von Ihnen sein. Das reicht ihm «« José Arce

Aufregung

»»Zu viel und vor allem dauerhafte Aufregung  setzt Hunde unter Stress und macht sie unsicher.  Ruhe ist nicht nur zum Schlafen und Lernen wichtig,  sondern auch für ein entspanntes Miteinander  unverzichtbar.«« José Arce

SPIELEN

Hunde sind für mich in vielerlei Hinsicht wie Kinder, aber eines haben sie ganz offensichtlich mit jenen gemeinsam: Sie lieben es zu spielen. Nicht nur mit ihresgleichen, sondern auch mit uns Menschen und das Schöne am Spiel ist, dass es nicht nur ihm Freude bereitet, sondern auch uns. Was man spielt, ist dabei eigentlich egal. Ich zum Beispiel liebe es, einfach mit meinen Hunden herumzutoben und genieße den Körperkontakt, den wir dabei ganz automatisch haben. »Hilfe, mein Hund ist hyperaktiv.« Diesen Satz höre ich immer häufiger. Wenn ich unterwegs bin und sehe, wie und vor allem in welchem Ausmaß die Leute ihre Hunde beschäftigen, wundert es mich nicht, dass einige unserer Vierbeiner so überdreht und nervös sind. Das Fatale ist, dass sehr viele Hundebesitzer davon ausgehen, dass wenn sich ihr Hund zu wenig bewegt, er unausgeglichen ist und nicht zur Ruhe kommt. Und deshalb versuchen, ihn immer mehr auszupowern. Niemand sollte Spielen als Mittel benutzen, um den Hund müde zu ...

Ballspielen

Wenn ich zum Beispiel auf einer Hundewiese bin, entdecke ich immer irgendjemanden, der mit seinem Hund Ball spielt. Ballspielen ist herrlich. Aber man muss es richtig machen. Viele Menschen werfen Bälle, weil sie glauben, dass es ihren Hund glücklich macht und er danach richtig müde ist. Dabei regen sie den Hund nur unnötig auf, wenn sie ihn dem Ball hinterherjagen lassen. Es beginnt schon damit, wie man ihn auf den Ball fixiert: Da wird gequietscht (»Schau, der Ball!«), man fuchtelt mit dem Ball vor der Hundenase herum oder tut so, als würde man ihn werfen. Diese ganze Aufregung überträgt sich im Handumdrehen auf den Hund, wodurch sein Jagdinstinkt geweckt wird, den der Mensch eigentlich doch kontrollieren sollte. Ganz unabhängig davon, dass es sich hier nur um einen Ball handelt, nicht um potenzielle Nahrungsbeute. Wenn der Hund mit dem Ball zurückkommt, steigt die Aufregung noch weiter, weil man erneut wirft und wieder wirft und wieder ... Wenn man schließlich irgendwann d...

WARUM RUHE GEBEN SO WICHTIG IST

Ihr Hund erkundet jeden Tag aus neue die Welt mit Ihnen, er musste »arbeiten« und hat gefressen. Danach ist Zeit für ein Nicker chen. Unsere Hunde brauchen Ruhephasen. Ein ausgewachsener Hund sollte über den Tag verteilt noch immer auf 16 bis 20 Stunden Schlaf kommen, damit es ihm gut geht. Momente der Ruhe sind für die Bindung genauso wichtig wie Spazierengehen oder andere gemeinsam verbrachte Zeit. Hunde sind aktive Tiere. Deshalb fällt es ihnen oft sehr schwer, sich von selbst eine Auszeit zu nehmen und zurückzuziehen. Ruhe ist für einen Hund wichtig für seine Ausgeglichenheit. Für Ihren Hund ist es wichtig, dass Sie Ihr Leben mit ihm teilen, aber er braucht, wie Sie, auch einen Platz, an den er sich zurückziehen kann. Sein Platz ist für Ihren Hund das Zeichen für Ruhe und somit ein extrem wichtiges Hilfsmittel, damit er besser zur Ruhe findet. Schon damit haben Sie ihm das Gefühl geben, dass sein Platz ein Ort ist, an dem er sich uneingeschränkt wohlfühlen kann und mit dem ...

Hunde lernen schnell

Hunde lernen sehr schnell, wenn man das, was man ihnen beibringen will, mit angenehmen Dingen verknüpft, zum Beispiel mit einem Spielzeug oder ausgiebigem Lob.   Auch schüchterne Hunde lassen sich so gut motivieren und überwinden ihre Unsicherheit. Es spricht nichts dagegen, bei der Erziehung zu solchen Mitteln zu greifen. Sobald der Hund kapiert, wie es geht, können man damit aber genauso gut wieder aufhören. Der Hund muss dann auch nicht mehr jedes Mal belohnt werden, wenn er etwas richtig macht. Ich weiß, dass viele Menschen oft das Bedürfnis haben, ihre Hunde zu belohnen. Und wahrscheinlich gibt es keinen Vierbeiner, der sich nicht über ein Extra-Leckerli freut. Echte Belohnung ist in meinen Augen trotzdem etwas anderes: Wenn der Hund so mit uns leben darf, wie es seiner Natur entspricht. Wenn wir ihn respektieren, ruhig und sicher sind, auf unser Bauchgefühl hören und ihm geben, was er tatsächlich braucht. Nur dann nämlich fühlt er sich als echtes Familienmitglied ...

Wir müssen unseren Hund erkennen, respektieren und lieben, nur dann kann eine echte Bindung entstehen 

Der Hund beobachtet den Menschen genau, um zu deuten, wa s der von ihm will und flexibel auf ihn reagieren zu können. Und genau diese Fähigkeit ist es, die wir nutzen sollten. Schließlich reagieren Hunde nicht nur auf unsere Schwächen, sondern auch auf unsere Stärke. Wenn wir sie auf die richtige Art anleiten, anregen und mit ihnen interagieren, können sie zeigen, was wirklich in ihnen steckt und zu dem werden, was wir uns wünschen: treue Gefährten und echte Freunde. Wir müssen, damit sie uns verstehen, weder verbal noch physisch grob werden. Wir müssen nur zurück- gehen in die natürlichen Instinkte und das Wesen des Hundes erkennen. Dann ist es gar nicht so schwer, mit ihm zu kommunizieren. José Arce © José Arce

AUSSTRAHLUNG UND KÖRPERSPRACHE 

Wenn ich artgerecht mit meinem Hund kommunizieren möchte, muss ich wissen, wie Hunde ticken und ihre Sinnesleistung und Instinkt e nutzen. Nur dann »sprechen« wir eine Sprache, die mein Hund auch versteht und befolgen kann. Bin ich im Beisein meines Hundes die meiste Zeit nervös und zappelig, ängstlich oder laut, verunsichert ihn das. Natürlich kann auch ich nicht einfach auf einen Knopf drücken, um meine Gefühle abzuschalten. Ich bin Mensch. Aber das muss ich auch gar nicht. Jeder Hundebesitzer sollte jedoch versuchen, seinem Hund möglichst ruhig und sicher gegenüberzutreten. Denn diese Ruhe und Sicherheit lässt auch den Hund ruhig und sicher werden. So fühlt er sich dann wohl bei seinem Menschen und ausgeglichene Hunde machen nicht nur weniger Probleme. Sie lernen auch leichter. Er möchte ja im Grunde nichts lieber tun, als bei Ihnen zu sein und zu Ihrer Familie zu gehören. Dazu aber braucht er Ihre Hilfe. Er braucht Sie als verantwortungsbewussten Menschen, der ihm Entscheidu...